Punks und Blues-Fans in Ost-Berlin (1982)

13 Aug
Official Portrait of President Ronald Reagan

Image via Wikipedia

In der  Erlöserkirche in Ost-Berlin trifft sich die unangepasste DDRJugend: Blues-Fans, Punks und Mitglieder der Jungen Gemeinde. Seit drei Jahren finden in der Kirche Gottesdienste mit Musik statt. Die sogenannten „Blues-Messen“, organisiert vom Pfarrer Rainer Eppelmann und dem Musiker Holly Hollwas. Sie werden schnell zum Treffpunkt für Oppositionelle. Unter ihnen auch der damals 18-jährige Uhrmacher-Lehrling Dirk Moldt.

1982 – das war das Jahr, in dem erstmalig in Westberlin Smog-Alarm der Stufe 1 ausgerufen wurde, der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan Westberlin besuchte und der Ost-Berliner Pfarrer Rainer Eppelmann mit dem Dissidenten Robert Havemann ihren „Berliner Appell“ veröffentlichten, in dem sie Abrüstung und Meinungsfreiheit in der DDR forderten.

André Herzberg, Sänger und Frontmann der Ost-Berliner Band „Pankow“, erinnert sich an eine „trostlose und monotone Arbeitswelt der Jugendlichen in der DDR“. In West-Berlin fürchtete der Schlosser Erhard Bartels um seinen Arbeitsplatz bei einem der größten Arbeitgeber der Stadt, AEG-Telefunken. Es herrschte Wirtschaftsskrise.

„Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin“ dokumentiert 30 Jahre Leben in der zweigeteilten Stadt: von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands 1990. 30 filmische Jahreschroniken à 15 Minuten erzählen, was die Berliner in West und Ost bewegte.

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