Knabe will Verbot von DDR-Uniformen

15 Aug
Quadriga, Brandenburger-Tor, Berlin, Germany

Image via Wikipedia

Hubertus Knabe, Leiter der Stasi-Gedenkstätte, will ein Verbot von DDR-Uniformen am Brandenburger Tor.

Sie sind beliebtes Foto-Objekt der Touristen: Die Straßenkünstler, die in DDR-Uniformen vor dem Brandenburger Tor stehen. Nun fordert der Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, ein Verbot von DDR-Folklore am Brandenburger Tor. 50 Jahre nach dem Mauerbau sei es an der Zeit, dass die Bundesregierung „dieses geschmacklose Treiben“ verbiete, erklärte Knabe am Freitag in Berlin. Er fügte hinzu: „Ich kenne kein anderes Land, in denen man in den Uniformen einer gestürzten Diktatur auf der Straße frei herumspazieren kann.“

Nicht nur für viele Opfer sei es schmerzhaft mit anzusehen, wenn vor den ehemaligen Grenzübergängen immer noch oder schon wieder DDR-Grenzer herumstünden. „Es wirft auch kein gutes Licht auf Deutschlands Umgang mit seiner kommunistischen Vergangenheit“, sagte Knabe einen Tag vor den zentralen Gedenkfeierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Mauerbaus.

Knabe forderte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) auf, ein Gesetz vorzulegen, dass die rechtlichen Voraussetzungen für ein Verbot des öffentlichen Tragens von DDR-Uniformen schaffe. Knabe betonte: „Die meisten ehemals kommunistischen Staaten haben solche Regelungen seit Langem. Nur Deutschland hinkt hier hinterher.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: