Hauptamtliche Mitarbeiter bei der Staatssicherheit der Deutsche Demokratische Republik / MfS StaSi DDR

21 Sep
One more time  - wieder einer weniger in Halle...

One more time – wieder einer weniger in Halle(Saale) (Photo credit: gynti_46)

Das MfS konnte seinen Personalbestand kontinuierlich ausbauen. Verfügte der MfS-Vorgänger Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft 1949 nur über 1.150 feste Mitarbeiter, so stieg diese Zahl bis zum 31. Oktober 1989 auf 91.015 hauptamtliche MfS-Mitarbeiter (darunter 13.073 Zeitsoldaten) an.

Seit seiner Existenz beschäftigte das MfS rund 250.000 Personen hauptamtlich, darunter rund 100.000 Zeitsoldaten des Wachregiments Feliks Dzierzynski.

Größter geheimdienstlicher Apparat der Weltgeschichte

In Bezug auf die Einwohnerzahl bildete das MfS – Ministerium für Staatssicherheit – mit einer Quote von einem hauptamtlichen Mitarbeiter auf 180 Einwohner (Stand: 1989) den größten geheimdienstlichen Apparat der Weltgeschichte (Zum Vergleich: In der Sowjetunion kam 1990 ein KGB-Mitarbeiter auf 595 Einwohner, im Dritten Reich in den Grenzen von 1937 ein Gestapo-Mitarbeiter auf rund 8.500 Einwohner).

Emblem of the KGB Deutsch: Emblem des KGB Ital...

Emblem of the KGB Deutsch: Emblem des KGB Italiano: Stemma del KGB Nederlands: Embleem van de KGB (Photo credit: Wikipedia)

Da sich das MfS – Ministerium für Staatssicherheit – als „Schild und Schwert der Partei“ verstand, waren seine Mitarbeiter nahezu ausnahmslos Mitglieder der SED, einzige Ausnahme waren junge, noch neue Hauptamtliche, die noch in der „Kandidatenphase“ zur SED-Mitgliedschaft waren.

Nach den Einstellungsrichtlinien des MfS – Ministerium für Staatssicherheit – war die Einstellung von früheren NSDAP– und SS-Mitgliedern sowie Mitgliedern des Polizei- und Geheimdienstapparates des NS-Regimes nicht gestattet. Personen, die bei ihrer Einstellung ihre NS-Vergangenheit verschwiegen, wurden entlassen. Beim MfS wurde ebenfalls kein früherer Wehrmachtsoffizier hauptamtlich eingestellt.

Hauptamtliche Mitarbeiter

Das MfS – Ministerium für Staatssicherheit – konnte seinen Personalbestand kontinuierlich ausbauen. Verfügte der MfS-Vorgänger Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft 1949 nur über 1.150 feste Mitarbeiter, so stieg diese Zahl bis zum 31. Oktober 1989 auf 91.015 hauptamtliche MfS-Mitarbeiter (darunter 13.073 Zeitsoldaten) an.

Seit seiner Existenz beschäftigte das MfS – Ministerium für Staatssicherheit – rund 250.000 Personen hauptamtlich, darunter rund 100.000 Zeitsoldaten des Wachregiments Feliks Dzierzynski.

In Bezug auf die Einwohnerzahl bildete das MfS mit einer

  • Quote von einem hauptamtlichen Mitarbeiter auf 180 Einwohner (Stand: 1989)

den größten geheimdienstlichen Apparat der Weltgeschichte

Zum Vergleich:

Gründung und Aufbau

„Fotostuhl“ des MfS für Aufnahmen der erkennungsdienstlichen Fotos. Vorne links ist der Tisch zur Abnahme von Fingerabdrücken.

Die Grundlage für den Aufbau einer eigenständigen Geheimpolizei legte das Politbüro der KPdSU am 28. Dezember 1948 mit dem Beschluss zur Bildung der „Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft“.

Mit diesem Beschluß konnten sich Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl gegen die Befürchtungen des sowjetischen Ministers für Staatssicherheit, Wiktor Abakumow, durchsetzen, der wegen der Wirkung dieses Beschlusses auf die Westalliierten besorgt war.

Am 24. Januar 1950 faßte das Politbüro der SED den Beschluß zur Bildung des MfS. Zwei Tage später empfahl die Regierung der DDR parallel zum eigenen „Beschluß über die Abwehr von Sabotage“ ebenfalls die Bildung des MfS. Am 8. Februar 1950 bestätigte die Volkskammer der DDR einstimmig das Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit.

Eine Kontrolle des neugeschaffenen Ministeriums durch Parlament oder Ministerrat war im Gesetz nicht vorgesehen. Als Leiter wurde acht Tage später Wilhelm Zaisser eingesetzt. Erich Mielke war sein Stellvertreter im Range eines Staatssekretärs. Bis Ende des Jahres beschäftigte das neu gegründete Ministerium bereits rund 2.700 Mitarbeiter.

Im Zuge der Verwaltungsreform von 1952 wurden die fünf MfS-Länderverwaltungen (LV) aufgelöst und stattdessen 14 Bezirksverwaltungen (BV) eingerichtet. Die 1951 gegründete Objektverwaltung Wismut blieb bestehen. Ferner war der Aufbau eines Netzes von zunächst 192, später 216 Objekt- und Kreisdienststellen (KD) geplant.

Die Deutsche Grenzpolizei und die Transportpolizei wurden dem Minister für Staatssicherheit unterstellt. Die Verwaltungsreform und die „Verschärfung des Klassenkampfes“ führten zu einer Verdopplung des Apparates von 4.500 (Ende 1951) auf rund 8.800 Mitarbeiter (Ende 1952).

„Fotostuhl“ des MfS für Aufnahmen der erkennungsdienstlichen Fotos. Vorne links ist der Tisch zur Abnahme von Fingerabdrücken.

Die Grundlage für den Aufbau einer eigenständigen Geheimpolizei legte das Politbüro der KPdSU am 28. Dezember 1948 mit dem Beschluss zur Bildung der „Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft“. Mit diesem Beschluss konnten sich Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl gegen die Befürchtungen des sowjetischen Ministers für Staatssicherheit, Wiktor Abakumow, durchsetzen, der wegen der Wirkung dieses Beschlusses auf die Westalliierten besorgt war.

Am 24. Januar 1950 fasste das Politbüro der SED den Beschluss zur Bildung des MfS. Zwei Tage später empfahl die Regierung der DDR parallel zum eigenen „Beschluss über die Abwehr von Sabotage“ ebenfalls die Bildung des MfS. Am 8. Februar 1950 bestätigte die Volkskammer der DDR einstimmig das Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit.

Eine Kontrolle des neugeschaffenen Ministeriums durch Parlament oder Ministerrat war im Gesetz nicht vorgesehen. Als Leiter wurde acht Tage später Wilhelm Zaisser eingesetzt. Erich Mielke war sein Stellvertreter im Range eines Staatssekretärs. Bis Ende des Jahres beschäftigte das neu gegründete Ministerium bereits rund 2.700 Mitarbeiter.

Im Zuge der Verwaltungsreform von 1952 wurden die fünf MfS-Länderverwaltungen (LV) aufgelöst und stattdessen 14 Bezirksverwaltungen (BV) eingerichtet. Die 1951 gegründete Objektverwaltung Wismut blieb bestehen. Ferner war der Aufbau eines Netzes von zunächst 192, später 216 Objekt- und Kreisdienststellen (KD) geplant.

Die Deutsche Grenzpolizei und die Transportpolizei wurden dem Minister für Staatssicherheit unterstellt. Die Verwaltungsreform und die „Verschärfung des Klassenkampfes“ führten zu einer Verdopplung des Apparates von 4.500 (Ende 1951) auf rund 8.800 Mitarbeiter (Ende 1952).

Eine Antwort to “Hauptamtliche Mitarbeiter bei der Staatssicherheit der Deutsche Demokratische Republik / MfS StaSi DDR”

  1. Nasi Chaim Dönitz einzig wahrer Freund der Juden auf der Welt 21. September 2012 um 16:14 #

    Reblogged this on alexanderplatz 1 berlin – wir sehen uns.

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