Gerhard Ittner

24 Sep
Marcel Wöll NPD-Nazi und Bewährungsversager

Marcel Wöll NPD-Nazi und Bewährungsversager (Photo credit: antinazi koordination ffm)

Gerhard Ittner (* 1958) ist ein deutscher Aktivist der deutschen Neonaziszene. Er stammt aus ZirndorfLandkreis Fürth.

Gerhard Ittner kandidierte 1998 für die Bundestagswahlen der DVU. Gerhard Ittner hatte enge Verbindungen zum Thüringer Heimatschutz, dem auch das Zwickauer Trio nahestand. Gerhard Ittner soll am 26. August 2000 in Nürnberg ein Flugblatt verteilt haben, in dem unter dem Titel „Unternehmen Flächenbrand“ die Nachricht „1. September 2000 – von jetzt ab wird zurückgeschossen. (…) Weitere Anordnungen abwarten (Mittwochsdossier bzw. Angriff)“ ausgegeben wurde, zeitnah zum Beginn der Neonazi-Mordserie.

Ab 2000 knüpfte Gerhard Ittner Kontakte mit der NPD. Gerhard Ittner war Beisitzer im Vorstand von deren Bezirksverband Mittelfranken.

Im Juli 2001 verteilte Gerhard Ittner beim Schlesier-Treffen in Nürnberg Flugblätter zusammen mit Mandy Struck, deren Identität von der Rechtsextremistin Beate Zschäpe genutzt worden war.

Gerhard Ittner war in der NPD-Tarnorganisation Bürgerinitiative Ausländerstopp Nürnberg aktiv, wurde dort jedoch etwa 2002 durch Ralf Ollert aus der Initiative und aus der NPD ausgeschlossen.

Im selben Zeitraum gehörte Ittner zum Umfeld von Manfred Roeder.

Neonazi Gerhard Ittner alias Richard Wilhelm von Neutitschein

Neonazi Gerhard Ittner alias Richard Wilhelm von Neutitschein

English: Manfred Roeder Русский: Манфред Рёдер

English: Manfred Roeder Русский: Манфред Рёдер (Photo credit: Wikipedia)

Gerhard Ittner wurde im Frühjahr 2003 vom Amtsgericht Gotha wegen volksverhetzender Äußerungen zu einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen verurteilt.

Am 6. September 2003 organisierte Gerhard Ittner einen rechten Aufmarsch zum Max-Morlock-Platz in Nürnberg neben dem Reichsparteitagsgelände der NSDAP. Am 7. April 2005 wurde Gerhard Ittner in Abwesenheit vom Nürnberger Landgericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt wegen VolksverhetzungVerunglimpfung von VerfassungsorganenBeschimpfung von Religionsgemeinschaften und Beleidigung. Weil der Haftbefehl aber außer Vollzug gesetzt worden war, konnte Ittner noch vor der Urteilsverkündung im März 2005 flüchten. Gerhard Ittner wurde per Internationaler Haftbefehl gesucht.

Gerhard Ittner wurde in Portugal am 11. April 2012 verhaftet und saß in Montemor-o-Novo in Auslieferungshaft. Gerhard Ittner stellte dort einen Asylantrag

Im September 2012 wurde Gerhard Ittner an Deutschland ausgeliefert, wo er seine Haftstrafe antreten mußte.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Sabine Stoll: „Neue Neonazi-Demo“, nordbayern.de, 30. Juli 2003 (online)
  2.  Kontrovers. Bayerisches Fernsehen. 16. November 2011.
  3. ↑ a b Spiegel (online)
  4.  Spiegel (online)
  5.  Thüringer Allgemeine (online)
  6.  n-tv (online)
  7.  Bayrischer Landtag Innenausschuss: Aussprache zum Verfassungsschutzbericht 2011
  8. Montemor-o-Novo

    Montemor-o-Novo (Photo credit: Wikipedia)

     Bayerischer Rundfunk (online)

  9.  taz/dapd (http://taz.de/Haftantritt-nach-siebeneinhalb-Jahren/!101968/)

Eine Antwort to “Gerhard Ittner”

  1. Nasi Chaim Dönitz einzig wahrer Freund der Juden auf der Welt 24. September 2012 um 23:00 #

    Reblogged this on alexanderplatz 1 berlin – wir sehen uns.

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