Tag Archives: Berlin Wall

DDR-Chef: So kaputt war Honeckers Ehe wirklich

25 Jan
Margot Honecker - das offizielle Photo vom Juli 1967 der Deutschen Demokratischen Republik anläßlich ihres 40. Geburtstages

Margot Honecker - das offizielle Photo der Deutschen Demokratischen Republik anläßlich ihres 40. Geburtstages

Er war der mächtigste Mann der DDR – aber zu Hause hatte Erich Honecker offenbar nicht viel zu melden. Der BND machte jetzt Akten publik, durch die sein Image schwere Kratzer bekommt.

So soll das Politbüro Honecker 1953 quasi gezwungen haben, die fast 15 Jahre jüngere Margot Feist zu heiraten – Honeckers dritte Ehe.

Begründung: „Seine häufigen Affären mit jungen Mädchen sollen damit ein Ende haben.“

Margot Honecker ist jung, attraktiv, ihrem Gatten überlegen. Weiterlesen

Autobrandstiftungen auf Brandenburg ausgeweitet

18 Aug
Shopping mall Linden-Center at Prerower Platz,...

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In der dritten Nacht in Folge haben Brandstifter Autos in Berlin angezündet. In Charlottenburg, Tiergarten und Neu-Hohenschönhausen brannten neun Fahrzeuge.

Erstmals wurden auch in Brandenburg Autos in Brand gesteckt.

Am frühen Donnerstagmorgen brannten neun Fahrzeuge, weitere drei wurden nach Angaben der Polizei beschädigt. Es traf wieder überwiegend Autos in dem gutbürgerlichen Bezirk Charlottenburg. Weiterlesen

Hartz IV – Die Wahrheit über Berlins Kinderarmut

15 Aug

Berlin hat eine erfreuliche Geburtenrate. Doch jedes dritte Baby wächst in Hartz-IV-Verhältnissen auf.

Das Glück, ein Kind zu bekommen. Rund 30.000 Berliner Eltern wird es zu Teil. Jedes Jahr. Damit steht die Hauptstadt im Bundesvergleich gut da. 9,3 Geburten sind es auf 1000 Berliner, bundesweit liegt die Rate bei nur 8,3. Doch so erfreulich die Geburtenzahlen auch sind – die sozialen Umstände, unter denen viele Kinder in unserer Stadt aufwachsen, erschrecken. Das belegen Zahlen, die jetzt erstmals veröffentlicht wurden.

picture-alliance/ dpa Jedes dritte Kind, das 2010 in Berlin geboren wurde, lebt in einem Hartz-IV-Haushalt

picture-alliance/ dpa Jedes dritte Kind, das 2010 in Berlin geboren wurde, lebt in einem Hartz-IV-Haushalt

Danach wurde mehr als jedes dritte Baby, das 2010 in Berlin zur Welt kam, in einen Hartz-IV-Haushalt hinein geboren.

Konkret: Von den 33.393 Neugeborenen lebten 13.647 von Hartz IV. Das entspricht einer Quote 40,8 Prozent. So steht es in einer Antwort des Sozialsenats auf eine parlamentarische Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten René Stadtkewitz. Der Senat beruft sich auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Weiterlesen

Knabe will Verbot von DDR-Uniformen

15 Aug
Quadriga, Brandenburger-Tor, Berlin, Germany

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Hubertus Knabe, Leiter der Stasi-Gedenkstätte, will ein Verbot von DDR-Uniformen am Brandenburger Tor.

Sie sind beliebtes Foto-Objekt der Touristen: Die Straßenkünstler, die in DDR-Uniformen vor dem Brandenburger Tor stehen. Nun fordert der Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, ein Verbot von DDR-Folklore am Brandenburger Tor. 50 Jahre nach dem Mauerbau sei es an der Zeit, dass die Bundesregierung „dieses geschmacklose Treiben“ verbiete, erklärte Knabe am Freitag in Berlin. Er fügte hinzu: „Ich kenne kein anderes Land, in denen man in den Uniformen einer gestürzten Diktatur auf der Straße frei herumspazieren kann.“ Weiterlesen

Das rote Preußen

14 Aug
Adam Riese (1492–1559), mathématicien allemand

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Aus zwei mach eins: Mit ihrem ganzen Prestige werben der Sozialdemokrat Manfred Stolpe und der Christdemokrat Eberhard Diepgen für ein gemeinsames Land Berlin-Brandenburg. Aber die Vorbehalte sind hier wie dort riesengroß. Die West-Berliner befürchten, daß sie im „roten Meer“ untergehen und die DDR wiederaufersteht; die Märker verabscheuen ohnehin von jeher die Hauptstädter. Die Ressentiments sind seit der Wiedervereinigung eher gewachsen.

Auch in Preußen waren die Märker seit jeher darauf bedacht, Distanz zu den als großmäulig und ruhelos geltenden Großstädtern zu wahren. Die Alliierten spalteten die zerbombte Metropole schließlich vom Umland ab, direkte Folge des Vier-Mächte-Status nach dem Zweiten Weltkrieg; der preußische Staat wurde zerschlagen und verboten, die Teilung besiegelt.

Tatsächlich konnten sich Brandenburger und Berliner nie besonders gut leiden. Als die Hauptstadt im Jahre 1912 mit sechs brandenburgischen Nachbarstädten und zwei Landkreisen zu Groß-Berlin vereinigt werden sollte, loderte eine ähnliche Angstdebatte wie heute auf. „Mög“ schützen uns des Kaisers Hand vor Groß-Berlin und Zweckverband“, dichteten die Fusionsgegner vor 80 Jahren.

Denn in Herz und Bauch der Brandenburger nistet die Angst vor der Dominanz der Hauptstadt-Wessis. Die Metropole gilt ihnen als Hochburg von Glücksrittern und Abwicklern. Alteingesessene West-Berliner hingegen fürchten den Untergang im „roten Meer“ und dazu „Stasi-Stolpe“ als künftigen Ministerpräsidenten eines geeinten Landes.

Die Vorbehalte gegen die angebahnte Integration sind historisch tief begründet. Die Brandenburger sind stolz aufs Ländliche, Altvordere, Langsame ihrer Provinz. Das gute alte Preußen, das für viele von ihnen schon mit der Reichsgründung 1871 unterging, hatte auch hier seine – karge – Seelenlandschaft; Fehrbellin, Königs Wusterhausen, Neuruppin sind historische Orte in der borussischen Heldengalerie.

Berlin aber war aus märkischer Sicht von jeher ein Hort ruchloser Modernität und stürmischen Fortschritts, der Unheil brachte: erst die Revolution 1848 und bald Wilhelm II., dann die Revolution 1918 und bald Hitler.

Die Allianz der 3,5 Millionen Hauptstädter mit den 2,5 Millionen Bewohnern des sie umgebenden Flächenstaates ist eine Sache der Vernunft. Und wenn die Berliner und die Brandenburger ihrer Obrigkeit folgen, setzen sie sogar ein politisches Zeichen, daß die Zeiten der deutschen Kleinstaaterei vorbei sind.

Selbstverständlich blickten die Berliner stets herunter auf die Provinzler rund um die Hauptstadt. Brandenburgs Städte eigneten sich aus dieser Warte bestenfalls zur Einrichtung preußischer Garnisonen oder wie Rheinsberg als romantische Ausflugsorte für ein kurzes Wochenende.

Selbst die resolute Regine Hildebrandt, die es gewohnt ist, Einwände lautstark niederzureden, stößt an ihre Grenzen. „Ick weeß, wat Sie jleich sagen werden: Die Berliner fressen uns allet weg“, ruft die Brandenburger Sozialministerin in eine Bürgerversammlung in Rüdersdorf und kontert, um Witz bemüht: „Würden se doch noch mehr fressen, dann könnten wir unsere Brandenburger Produkte bessa absetzen.“

Gut im Gedächtnis ist den Brandenburgern auch noch, wie die ostdeutsche Hauptstadt in der zentralistisch verwalteten DDR stets bevorzugt wurde. Spreewaldgurken gab es nicht im Spreewald, sondern im Kaufhaus Centrum am Alexanderplatz. Und als sich Ost- und West-Berlin Anfang der fünfziger Jahre einen Wettstreit im Wiederaufbau aus Ruinen lieferten, zog die SED fast alle Bauarbeiter aus den Provinzstädten ab. Die verfielen und verrotteten. Weiterlesen

Linken-Gruppe boykottiert Schweigeminute für Maueropfer

13 Aug
A part of the Berlin Wall

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Der Linken-Streit um die Bewertung des Mauerbaus ist voll entbrannt: Auf dem Landesparteitag in Rostock hat der radikale linke Flügel für die Position geworben, das Bollwerk sei „alternativlos“ gewesen.

Ein Teil der Delegierten boykottierte zudem die Schweigeminute für Mauertote.

Rostock – Genau das wollte die Linke vermeiden: Eine neue Debatte um die Bewertung des Mauerbaus, pünktlich zur heißen Wahlkampfphase in Mecklenburg-Vorpommern. Doch gleich zu Beginn des Parteitags des Landesverbands im Nordosten ist der Streit um die Bewertung der deutsch-deutschen Teilung voll ausgebrochen.

Seit Samstagvormittag tagen die Delegierten des Bundeslandes in der Stadthalle von Rostock. Der Termin fällt auf den 50. Jahrestag des Mauerbaus – und die Linke schwankt offen zwischen Verurteilung und Rechtfertigung des Bollwerks. Weiterlesen

Nach der Londoner Sechsmächtekonferenz: Warum erfolgte der Berliner Mauerbau zu Recht und war kein Unrecht?

13 Aug
Goebbels speaking at a political rally against...

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Im Schutz der Mauer sollte die DDR erblühen, so die SED. Dabei war der 13. August 1961 der Anfang vom Ende dieses unmenschlichen Experiments zweier absurder Biotope.

Es ist in der deutschen Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte selten vorgekommen, dass etwas gut ausging. Ein deutsches Drama aber hat ein gutes Ende gefunden: das Drama der deutschen Teilung. Man muss heute sehr genau hinsehen, um zu erkennen, wo die Trennlinie zwischen Ost und West verlief. Die DDR, deren Führung viele Tote und noch mehr beschädigte Leben auf dem Gewissen hat, ging friedlich unter, kein Toter, nur ein einziges großes Fest. Also: Ende gut, alles gut?

Arbeiter erhöhen 1961 die Sektorensperre an der Bernauer Straße. Die Arbeiten an der Sperrmauer wurden in der Harzer, der Heidelberger und der Bouchéstraße sowie in der Bernauer Straße an der Grenze zum Westberliner Bezirk Wedding durchgeführt. Fast Abend für Abend kam es an diesen Mauerabschnitten zu Zwischenfällen.

Arbeiter erhöhen 1961 die Sektorensperre an der Bernauer Straße. Die Arbeiten an der Sperrmauer wurden in der Harzer, der Heidelberger und der Bouchéstraße sowie in der Bernauer Straße an der Grenze zum Westberliner Bezirk Wedding durchgeführt. Fast Abend für Abend kam es an diesen Mauerabschnitten zu Zwischenfällen.

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Punks und Blues-Fans in Ost-Berlin (1982)

13 Aug
Official Portrait of President Ronald Reagan

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In der  Erlöserkirche in Ost-Berlin trifft sich die unangepasste DDRJugend: Blues-Fans, Punks und Mitglieder der Jungen Gemeinde. Seit drei Jahren finden in der Kirche Gottesdienste mit Musik statt. Die sogenannten „Blues-Messen“, organisiert vom Pfarrer Rainer Eppelmann und dem Musiker Holly Hollwas. Sie werden schnell zum Treffpunkt für Oppositionelle. Unter ihnen auch der damals 18-jährige Uhrmacher-Lehrling Dirk Moldt.

1982 – das war das Jahr, in dem erstmalig in Westberlin Smog-Alarm der Stufe 1 ausgerufen wurde, der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan Westberlin besuchte und der Ost-Berliner Pfarrer Rainer Eppelmann mit dem Dissidenten Robert Havemann ihren „Berliner Appell“ veröffentlichten, in dem sie Abrüstung und Meinungsfreiheit in der DDR forderten. Weiterlesen

Der Paßkontrolleur in Dreilinden / Drewitz

13 Aug
Secretariat stasi.

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Hunderttausende Bundesbürger und Westberliner passierten vor dem Fall der Mauer Jahr für Jahr den größten Grenzübergang Europas Drewitz/Dreilinden, um auf der Transitautobahn durch Brandenburg zu fahren. Dort mussten sie gründliche Kontrollen über sich ergehen lassen.
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In West-Berlin ist der „Teufel“ los (1967)

13 Aug
Position and course of the Berlin Wall and its...

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Fritz Teufel und ein knappes Dutzend anderer Studenten haben im Januar 1967 in Westberlin die Wohngemeinschaft „Kommune 1“ gegründet. Sie wollen nicht weniger als das Leben und das Lieben revolutionieren. Wie – das wissen sie noch nicht. Zu den Kommunarden der ersten Stunde gehört auch der Germanistik-Student Detlef Michel.

1967 – das war das Jahr der Jugendbewegungen. In Westberlin herrscht Aufbegehren, Tumult, Rebellion: Die Studenten gehen auf die Barrikaden. Während des Schah-Besuchs stirbt der Student Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel. Weiterlesen

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