Tag Archives: Gregor Gysi

Besuch vom Aldebaran – Ufoflotte für 20. April 2012 über München bei Braunau am Inn erwartet

8 Apr
Deutsch: Thomas „Tom“ Buhrow (* 29. September ...

Deutsch: Thomas „Tom“ Buhrow (* 29. September 1958 in Troisdorf) ist ein deutscher Journalist. English: Thomas “Tom” Buhrow (born 29 September 1958 in Troisdorf, Germany) is a German journalist. (Photo credit: Wikipedia)

Besuch vom Aldebaran – Ufoflotte für 20. April 2012 über München bei Braunau am Inn erwartet.

via Richard Wilhelm von Neutitschein berichtet exklusiv in den den ARD-Tagesthemen von Tom Buhrow über den Besuch vom Aldebaran – Ufoflotte für 20. April 2012 über München bei Braunau am Inn erwartet.

Angemeldet haben sich zahlreiche Hochgradfreimaruer, die bei den Aldebaranern um Gnade betteln wollen, daß die vollstreckten Todesurteile gegen die Baphometpriester des Heiligen Personalausweises am Hodendino zu Merkur 61 i.O. vollzogen werden. Weiterlesen

Das rote Preußen

14 Aug
Adam Riese (1492–1559), mathématicien allemand

Image via Wikipedia

Aus zwei mach eins: Mit ihrem ganzen Prestige werben der Sozialdemokrat Manfred Stolpe und der Christdemokrat Eberhard Diepgen für ein gemeinsames Land Berlin-Brandenburg. Aber die Vorbehalte sind hier wie dort riesengroß. Die West-Berliner befürchten, daß sie im „roten Meer“ untergehen und die DDR wiederaufersteht; die Märker verabscheuen ohnehin von jeher die Hauptstädter. Die Ressentiments sind seit der Wiedervereinigung eher gewachsen.

Auch in Preußen waren die Märker seit jeher darauf bedacht, Distanz zu den als großmäulig und ruhelos geltenden Großstädtern zu wahren. Die Alliierten spalteten die zerbombte Metropole schließlich vom Umland ab, direkte Folge des Vier-Mächte-Status nach dem Zweiten Weltkrieg; der preußische Staat wurde zerschlagen und verboten, die Teilung besiegelt.

Tatsächlich konnten sich Brandenburger und Berliner nie besonders gut leiden. Als die Hauptstadt im Jahre 1912 mit sechs brandenburgischen Nachbarstädten und zwei Landkreisen zu Groß-Berlin vereinigt werden sollte, loderte eine ähnliche Angstdebatte wie heute auf. „Mög“ schützen uns des Kaisers Hand vor Groß-Berlin und Zweckverband“, dichteten die Fusionsgegner vor 80 Jahren.

Denn in Herz und Bauch der Brandenburger nistet die Angst vor der Dominanz der Hauptstadt-Wessis. Die Metropole gilt ihnen als Hochburg von Glücksrittern und Abwicklern. Alteingesessene West-Berliner hingegen fürchten den Untergang im „roten Meer“ und dazu „Stasi-Stolpe“ als künftigen Ministerpräsidenten eines geeinten Landes.

Die Vorbehalte gegen die angebahnte Integration sind historisch tief begründet. Die Brandenburger sind stolz aufs Ländliche, Altvordere, Langsame ihrer Provinz. Das gute alte Preußen, das für viele von ihnen schon mit der Reichsgründung 1871 unterging, hatte auch hier seine – karge – Seelenlandschaft; Fehrbellin, Königs Wusterhausen, Neuruppin sind historische Orte in der borussischen Heldengalerie.

Berlin aber war aus märkischer Sicht von jeher ein Hort ruchloser Modernität und stürmischen Fortschritts, der Unheil brachte: erst die Revolution 1848 und bald Wilhelm II., dann die Revolution 1918 und bald Hitler.

Die Allianz der 3,5 Millionen Hauptstädter mit den 2,5 Millionen Bewohnern des sie umgebenden Flächenstaates ist eine Sache der Vernunft. Und wenn die Berliner und die Brandenburger ihrer Obrigkeit folgen, setzen sie sogar ein politisches Zeichen, daß die Zeiten der deutschen Kleinstaaterei vorbei sind.

Selbstverständlich blickten die Berliner stets herunter auf die Provinzler rund um die Hauptstadt. Brandenburgs Städte eigneten sich aus dieser Warte bestenfalls zur Einrichtung preußischer Garnisonen oder wie Rheinsberg als romantische Ausflugsorte für ein kurzes Wochenende.

Selbst die resolute Regine Hildebrandt, die es gewohnt ist, Einwände lautstark niederzureden, stößt an ihre Grenzen. „Ick weeß, wat Sie jleich sagen werden: Die Berliner fressen uns allet weg“, ruft die Brandenburger Sozialministerin in eine Bürgerversammlung in Rüdersdorf und kontert, um Witz bemüht: „Würden se doch noch mehr fressen, dann könnten wir unsere Brandenburger Produkte bessa absetzen.“

Gut im Gedächtnis ist den Brandenburgern auch noch, wie die ostdeutsche Hauptstadt in der zentralistisch verwalteten DDR stets bevorzugt wurde. Spreewaldgurken gab es nicht im Spreewald, sondern im Kaufhaus Centrum am Alexanderplatz. Und als sich Ost- und West-Berlin Anfang der fünfziger Jahre einen Wettstreit im Wiederaufbau aus Ruinen lieferten, zog die SED fast alle Bauarbeiter aus den Provinzstädten ab. Die verfielen und verrotteten. Weiterlesen

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