Tag Archives: Westberlin

In West-Berlin ist der „Teufel“ los (1967)

13 Aug
Position and course of the Berlin Wall and its...

Image via Wikipedia

Fritz Teufel und ein knappes Dutzend anderer Studenten haben im Januar 1967 in Westberlin die Wohngemeinschaft „Kommune 1“ gegründet. Sie wollen nicht weniger als das Leben und das Lieben revolutionieren. Wie – das wissen sie noch nicht. Zu den Kommunarden der ersten Stunde gehört auch der Germanistik-Student Detlef Michel.

1967 – das war das Jahr der Jugendbewegungen. In Westberlin herrscht Aufbegehren, Tumult, Rebellion: Die Studenten gehen auf die Barrikaden. Während des Schah-Besuchs stirbt der Student Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel. Weiterlesen

Advertisements

Westmüll im Osten – Deponie in Schöneiche bei Zossen

13 Aug
Bundesarchiv Bild 183-1990-0125-030, Blockade ...

Image via Wikipedia

Müll war auch zu Mauerzeiten ein lukratives Geschäft. Fünf Millionen Tonnen Müll aus Westberlin landeten von 1974 bis 1994 auf der Deponie in Schöneiche bei Zossen, also auf dem Gebiet der DDR. Weiterlesen

Steinstücken. „Wir waren besonders“

13 Aug
Berlin blockade

Berlin blockade (Photo credit: Wikipedia)

Steinstücker zu sein – das galt etwas. Denn Steinstücker hatten Sonderrechte. Drei Straßen klein war die Westberliner Exklave auf DDR-Terrain. Eingemauert und bewacht von der DDR und beschützt von den Amerikanern leben die Steinstücker ihre ganz eigene Realität. Gert Knecht wohnte an der Mauer, hörte nachts die Hunde und den Alarm.

Heute herrscht Stille in Steinstücken und Knecht sehnt sich zurück.

Bereits 1898 wurde Stolpe einschließlich dieser Exklave in die Landgemeinde Wannsee übernommen und gelangte somit 1920 bei der Bildung Groß-Berlins zum neu entstandenen Bezirk Zehlendorf. Ebenso ging es anderen bewohnten Exklaven wie Fichtenwiese, Erlengrund, Finkenkrug (alle Bezirk Spandau), aber auch unbewohnten (siehe Tabelle). Sie gehörten verwaltungsmäßig zu Berlin, lagen aber außerhalb des geschlossenen Stadtgebiets.

Westberliner Exklaven auf DDR-Gebiet

Zu Zeiten des Kalten Krieges geriet das winzige bewohnte Fleckchen Steinstücken wiederholt in das politische Räderwerk der beiden Großmächte Sowjetunion und USA und damit auch in die internationalen Schlagzeilen. Mehrmals wurden Versuche der DDR registriert, Steinstücken als Bestandteil des von den US-Amerikanern besetzten Bezirks Zehlendorf abzutrennen. Allerdings meldeten die Medien am 30. August 1972, dass eine Verbindungsstraße zwischen dem Ortsteil Kohlhasenbrück (Bezirk Zehlendorf) und der Exklave Steinstücken eröffnet wurde. Als Voraussetzung dazu bedurfte es allerdings einer gewichtigen internationalen Vereinbarung, des Viermächteabkommens über Berlin vom 3. September 1971. Weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: